Auf tönernen Füßen (N.G. 12. Februar 2010)
Jeder von Ihnen kennt wohl diese Redensart. Wenn etwas ziemlich wackelig, unsicher und instabil ist, sagt man "es steht auf tönernen Füßen".
Ich musste an diese Redewendung denken, als ich den Nachrichten hörte, dass sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union in Brüssel trafen, um über einen Rettungsplan für das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland zu beraten. Es wurden Kreditzusagen für den Fall gegeben, dass Griechenland nicht durch Sparmaßnahmen aus eigener Kraft wieder auf die Beine kommt. Generalstreik und soziale Unruhen im Land sind die Folge auf die drastischen Sparmaßnahmen der griechischen Regierung. Die Proteste werden sich wohl noch ausweiten. Die hohe Staatsverschuldung eines EU-Landes bringt Instabilität für die ganze Europäische Union, für den Euro und die Finanzmärkte mit sich. Andere EU-Länder sind ebenfalls hoch verschuldet. Ihnen droht ein ähnliches Schicksal wie Griechenland. Durch die Kreditzusagen steht uns bevor, dass wir nicht nur die immensen Schulden Deutschlands zu tragen haben, sondern möglicherweise auch die anderer europäischer Länder. Auch wenn ich die Ausmaße und Zusammenhänge der europäischen Finanzmärkte nicht so ganz begreife, so verstehe ich doch, dass die Lage so ernst ist, dass sich alle EU Staats- und Regierungschefs zu einem Sondergipfel nach Brüssel begeben müssen. Bei all dem dachte ich: Europa und die Stabilität des Euros stehen auf tönernen Füßen.
Was würden Sie sagen, wenn ich behaupte, dass Europa nicht nur auf tönernen Füßen steht, sondern dass die Staaten Europas die tönernen Füße sind?
Es gibt eine Bibelstelle, in der ein Standbild beschrieben wird, dessen Körperteile aus verschiedenen Materialien bestehen, die jeweils ein Weltreich symbolisieren. Die Füße dieses Standbildes bestanden aus einer Mischung von Eisen und Ton. Diese tönernen Füße deuten Ausleger auf das europäische Staatengebilde. Das Standbild ist in Daniel 2 beschrieben, und es lohnt sich, das ganze Kapitel in der Bibel nachzulesen. Aus diesem Bibelabschnitt ist die Redensart entstanden, dass etwas auf "tönernen Füßen" steht.
Daniel 2 beschreibt einen Traum des babylonischen Königs Nebukadnezar. Er sah eine gewaltige Statue, deren Körperteile aus verschiedenen Materialien bestanden. Der Kopf war aus Gold, die Brust und die Arme aus Silber, die Lenden aus Bronze, die Schenkel aus Eisen und die Füße bestanden teils aus Eisen, teils aus Ton. Zum Schluss des Traumes wurde diese Statue von einem Stein zermalmt. Dieser Stein wurde dann zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.
Keiner der Wahrsager und Zeichendeuter Babylons konnte diesen Traum deuten, geschweige denn ihn erzählen. Nebukadnezar verriet ihn nämlich nicht, sondern verlangte von seinen Beratern, dass sie ihm sagen sollten, was er geträumt hatte, um dadurch die Verlässlichkeit der Deutung zu prüfen. Allein Daniel, der sich zu dieser Zeit zusammen mit dem jüdischen Volk im babylonischen Exil befand, ist es gelungen, dem König seinen Traum zu berichten und ihn auch zu deuten. Die Interpretation wurde ihm von Gott geschenkt.
Die Deutung war folgende. Jeder Körperteil der Statue symbolisiert ein Weltreich. Das goldene Haupt wird von Daniel als Nebukadnezar mit seinem babylonischen Reich interpretiert. Die aus Silber bestehende Brust und die Arme werden als das nachfolgende Königreich beschrieben und so weiter in zeitlicher Abfolge von oben nach unten bis zu den Füßen. Daniel hat uns nicht alles verraten, bzw. ihm wurde nicht alles offenbart. Für den Rest sind die heutigen Bibel-Ausleger gefragt. Die Deutung von Daniel sagte nämlich nichts darüber aus, welche Reiche mit den Körperteilen aus Silber, Bronze, Eisen und dem Eisen-Ton-Gemisch in Verbindung gebracht werden können.
Einige Ausleger sagen, dass der silberne Teil des Standbilds für das medo-persische Weltreich steht, die bronzenen Lenden für das nachfolgende griechische Weltreich und die eisernen Beine mit dem römischen Imperium in Verbindung gebracht werden können.
Zum Schluss bleiben die Füße übrig, ein Gemisch aus Eisen und Ton, das sich nicht miteinander verbindet. Dies wird auf die Staatenverflechtungen Europas gedeutet, die aus dem römischen Reich entstanden sind und deren Königshäuser in den vergangenen Jahrhunderten versuchten, sich durch Heiraten zu vermischen (vgl. Vers 43). Die Verbindungen haben aber nicht gehalten.
Europa ist in dieser Deutung also mit den Füßen zu vergleichen, einem Konglomerat aus verschiedenen Teilen, die zwar zusammenhängen, aber keine organische Verbindung eingehen.
So scheinen auch die europäischen Staaten heute - deren Bevölkerung man meist vorsichtshalber gar nicht über die Zugehörigkeit zu Europa hat abstimmen lassen - kein organischer Verbund zu sein, sondern ein durch Verträge zusammengesetztes Etwas.
Angenommen Europa wäre mit diesen tönernen Füßen gemeint, dann käme am Schluss dieses Traumes von Nebukadnezar das Allerwichtigste, nämlich das letzte Reich. Dies wird durch einen Stein symbolisiert, der das Standbild zerstört und anschließend zu einem großen Berg wurde.Die Deutung dieses letzten Weltreiches verrät uns wiederum Daniel.
In den Tagen des Königreiches, das den Füßen entspricht - nach unserer Deutung: in der Zeit der europäischen Nachfolgestaaten des römischen Reiches- "wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört werden wird" (Vers 44).
Dies ist das Reich Gottes, dessen Kommen wir im "Vater unser" erbitten: "Dein Reich komme". Alle anderen Reiche werden von Gott zerstört. Am Schluss bleibt nur noch Gottes Reich übrig und "erfüllt die ganze Erde" (Vers 35).
Der "Stein" der vom "Berg" losbrach (Vers 45), das ist niemand anderes als der Herr Jesus Christus der Stein des Anstoßes. Auf wen er fällt, den wird er zermalmen (Matthäus 21,44). Wenn Jesus wiederkommt wird er der König dieses letzten ewigen Reiches sein.
Im Vers 45 steht außerdem oben erwähnten: "der Traum ist zuverlässig und seine Deutung zutreffend". Dieses "zutreffend" möchte ich nur für den von Daniel gedeuteten Teils beanspruchen.
Unterm Strich: Wir sollten nicht auf Europa oder die Stabilität des Euros bauen - wir können nur einem Herrn dienen - , sondern nach den Belangen des Reiches Gottes trachten, des letzten, ewigen Weltreiches. "Herr Jesus, Dein Reich komme!"
Schabbat Schalom! (N.G. 29.2.2010)
Gerade begingen wir am 27. Januar den Holocaustgedenktag, an dem sich die Befreiung von Auschwitz zum 65. Mal jährte. Präsident Peres sprach im Deutschen Bundestag. Dies verfolge ich mit Interesse, weil ich Anfang Januar zu einem Aufenthalt in Israel war. Dort wünschen sich die Juden einander an dem Tag, den wir Samstag nennen, "Schabbat schalom", das ist der Wunsch nach einem friedvollen Schabbat. Im Hebräischen heißt es nicht Sabbat, sondern Schabbat, in Jiddisch sagt man Schabbes. Nach jüdischer Zeitrechnung ist es der siebte Tag der Woche.
Eins der 10 Gebote, die Gott Mose am Berg Sinai gab, lautet wie folgt: "Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt" (2. Mose 20, 8-10).
Gott selbst hat den Schabbat erfunden: "So wurden die Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet. Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte" (1. Mose 2,1-3).
In Israel waren wir damit konfrontiert, dass am siebten Tag, unserem Samstag, geruht wird. Es fahren dann keine staatlichen Busse und es fliegen keine Flugzeuge der staatlichen El AL, jüdische Geschäfte und Einrichtungen bleiben geschlossen, sogar der Straßenverkehr kommt fast völlig zur Ruhe. Der Schabbat dauert, wie jeder Tag im jüdischen Verständnis, von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang, in dem Fall also von Freitagabend bis Samstagabend. Dies bezieht sich auf 1. Mose 1, wo jeweils am Ende eines Schöpfungstages der Vers steht (z.B. in Vers 5): "Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag".
Woche für Woche, Jahr für Jahr, und das seit vielen Jahrhunderten, hält das jüdische Volk diesen Tag der Ruhe ein, der am Freitag bei Sonnenuntergang beginnt. Es war für mich sehr beeindruckend an einer Schabbatfeier am Freitagabend teilnehmen zu können.
Es war die Idee von Kaiser Konstantin, den ersten Tag der Woche, also den Sonntag, zum Ruhetag zu machen und zwar per Gesetz. Die Motivation dafür war u. a. folgende: "Nichts soll uns also gemein sein mit dem verhassten Volk der Juden!"
Mit dieser Einstellung begann die unselige Zeit des Staatschristentums, an deren Auswirkungen wir heute noch zu knabbern haben.
Christen vergessen sehr häufig: Wir sind nicht das auserwählte Volk, wir sind lediglich in den Stamm des Ölbaums eingepfropft und sollten uns deshalb nicht über das jüdische Volk erheben (vgl. Römer 11). Spätestens seit dem 4. Jahrhundert begannen die "eingepfropften Äste" gegen die "Wurzel" zu kämpfen oder anders ausgedrückt: wir sägen seit dieser Zeit an dem Ast, auf dem wir sitzen.
Nichtjüdische Christen sollten nach meiner Meinung auch am Samstag ruhen, weil das biblische Gebot mehr zählt als das Gesetz eines römischen Kaisers. Wer maßt sich an, eines der 10 Gebote anzutasten? Wir könnten auch am Schabbat ruhen, um dem jüdischen Volk entgegenzukommen, um einen Anstoß mehr aus der Welt zu räumen. Damit würden wir den Juden zeigen, dass wir an denselben Gott und die gleichen Gebote wie sie glauben und ihnen den Weg ebnen, damit sie Jesus als ihren König und Messias leichter erkennen können.
Jesus ist in erster Linie der Messias und König der Juden, in zweiter Linie auch der Nichtjuden. Dies ist für viele ein Ärgernis und ein Grund für alle mögliche Judenfeindlichkeit, die sich durch die Jahrhunderte hindurch zieht. Auch wenn die Zeit der Nationalsozialisten Gott sei Dank vorbei ist, gibt es weiterhin eine weitverbreitete Judenfeindlichkeit, nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt.
Unglücklicherweise wurde der erste Tag der Woche, den Christen als den Tag der Auferstehung von Jesus feierten, in Deutschland nicht "Auferstehungstag" oder "Tag des Herrn" genannt, sondern "Sonntag", der dem römischen Sonnengott Mithras geweihte Tag (dies solis). Somit haben wir im Sonntag ein Erbe des römischen Götzendienstes.
Seit dem 4. Jahrhundert ist der erste Tag der Woche für die christlichen Kirchen verbindlich zum Ruhetag erklärt worden.
Seit Kaiser Wilhelm II ist der Sonntag auch von unserem Staat als gesetzlicher Ruhetag geschützt.
Um die kirchlich-staatliche Abgrenzung vom Schabbat zu vollenden, hat sich unsere Gesellschaft erlaubt, die Zählweise der Tage zu ändern. So wird in den Kalendern der Montag als der erste Tag und der Sonntag als der siebte Tag der Woche definiert. Damit fällt es scheinbar gar nicht mehr auf, dass sich die Christenheit und unser Staat endgültig von einem gemeinsamen Ruhetag mit dem jüdischen Volk und von der biblischen Zählweise der Wochentage abgekehrt haben.
Jetzt werden die bibelkundigen Christen sagen: "Wir sind doch frei von dem Gesetz des Mose. Jesus hat mit uns einen neuen Bund geschlossen". Das ist wahr. Zu bedenken ist dabei, dass auch der neue Bund ausschließlich mit Juden begann.
Und es mag entgegnet werden, dass Jesus selbst Herr über den Schabbat ist. Auch das ist wahr. Nirgendwo steht aber, dass die 10 Gebote für Christen nicht gültig seien. Jesus sagte, dass er das Gesetz vollendet und nicht aufgelöst hat. Bis zum letzten "Jota" wird sich alles erfüllen (Matthäus 5,18). "Jod" ist der kleinste hebräische Buchstabe und sieht ungefähr so aus: ´.
Natürlich, wer meint, das Himmelreich über die Erfüllung von Geboten zu erreichen, muss scheitern.
Dem gesetzlichen Einhalten des Schabbatgebotes steht wohl auch Römer 14,5 entgegen: "Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich. Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt".
Ich meine, es täte uns gut, den Schabbat, soweit möglich, als Ruhetag einzuhalten. Der Schabbat ist eben für den Menschen gemacht und der Menschensohn, das ist Jesus, ist auch Herr über den Schabbat (Markus 2,27-28). Fragen wir also ihn im Gebet, wie wir den Schabbat feiern und halten sollen.
Es geht in Römer 14 hauptsächlich darum, anderen Menschen, in dem Fall dem jüdischen Volk, kein Anstoß zu sein. Selbst wenn ich mich frei fühle, am Sonntag anstatt am Schabbat zu ruhen oder am Ruhetag zu arbeiten, gilt, dass meine Freiheit dem anderen kein Anstoß sein und ihn im Erkennen von Jesus als dem verheißenen Messias kein Hindernis sein soll.
Und natürlich gilt Kolosser 2,16-17: "So richte euch niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes oder Neumondes oder Sabbats, die ein Schatten der künftigen Dinge sind, der Körper selbst aber ist Christus." Das bedeutet, dass in Christus die eigentliche Ruhe zu finden ist. Er ist die Person, die "den Schatten wirft". Jesus ist der Schabbat leibhaftig. Bei ihm finden wir die absolute, endgültige Ruhe, nicht nur an einem Tag der Woche, sondern für die Ewigkeit. Er sagte: "Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben" (Mt 11,28). Christus ist die endgültige Schabbatruhe von der auch in Hebräer 4 die Rede ist. Schon beim Propheten Jesaja 9,5 wird Jesus als der Fürst des Friedens angekündigt.
Wenn wir beginnen, den Schabbat zu genießen und an diesem Tag Gott zu suchen, können wir in ihm schon den "Schatten" der künftigen Dinge erkennen, die in der Person Jesus Christus erfüllt sind.
Wenn alle Christen am Samstag Ruhetag feiern würden, könnten die Juden vielleicht leichter erkennen, dass Christen sie nicht nur töten und verfolgen wollen, wie in den vergangenen Jahrhunderten, sondern dass Jesus der verheißene Messias ist, der König der Juden, ihr König.
So wünsche ich Ihnen allen jetzt schon für Ihren nächsten Ruhetag ein "Schabbat Schalom"!
Passend zum Impuls möchte ich auf den Abschnitt "Das Heil kommt von den Juden" in dem Büchlein "Wie ein Kreppel" hinweisen.
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Auf das prophetische Wort achten (N.G. 6.3.2009)
"Ich glaube, wir werden den Zusammenbruch einiger der größten und bekanntesten Wirtschaftsunternehmen erleben. Auch für die Kreditinstitute sehe ich enorme Schwierigkeiten kommen. Viele Leute werden nicht mehr in der Lage sein, die großen Kredite, die sie aufgenommen haben, zurückzuzahlen; und dadurch wird es zu chaosähnlichen Zuständen kommen."
"Die Automobilindustrie wird besonders schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Sehr hart wird es vor allem die Hersteller von Fahrzeugen mit hohem Freizeitwert treffen. Die Lagerbestände werden immer mehr ansteigen und die Verkaufszahlen immer weiter sinken. Fast alle Indikatoren der wirtschaftlichen Entwicklung werden negativ sein. Zuerst scheint es so, als würden nur bestimmte Branchen betroffen, aber nach und nach wird die ganze Wirtschaft erfasst werden."
"Der Ruf wird immer lauter werden, alle Finanzsysteme der Welt dadurch zu stärken, dass man sie in ein einheitliches System zusammenfasst."
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Das sind nicht die Prognosen von Wirtschaftsweisen unserer Tage, sondern das sind Prophetien von David Wilkerson aus dem Jahr 1973 (Autor von "Das Kreuz und die Messerhelden" und Gründer der weltweiten Drogenhilfe "Teen Challenge"). Sie sind 1974 in dem Buch "Die Vision" erschienen. Als ich dieses Buch vor kurzem las, hatte ich streckenweise den Eindruck, in einer Zeitung von heute zu lesen und nicht in einem Buch aus den siebziger Jahren. Ich war von der Treffsicherheit und der Aktualität der oben zitierten Vorhersagen sehr beeindruckt. Andere in dem Buch erwähnte Aussagen kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Im Umgang mit Prophetien sind wir dazu angehalten, "alles zu prüfen und das Gute zu behalten" (1. Thessalonicherbrief 5,21).
Im 2. Petrusbrief steht "Ihr tut gut daran, das prophetische Wort zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint". Die ganze Bibel ist voller Prophetien, sowohl das Alte als auch das Neue Testament. Die Gabe der Prophetie hat nicht aufgehört zu existieren. Gott will sich auch heute noch mitteilen.
In der Offenbarung des Johannes wird das Auftreten eines Antichristen vorhergesagt, mit dem viele Ausleger eine Weltregierung, eine Weltreligion und ein Weltfinanzsystem in Verbindung bringen, in der es Christen nicht mehr erlaubt sein wird, zu kaufen oder zu verkaufen (Offenbarung 13,17) Die aktuelle weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ist vor diesem Hintergrund um so beachtenswerter. Nur ein Zusammenbrechen des aktuellen Finanz- und Wirtschaftssystems kann den Boden für einen weltweiten Lösungsversuch dieser Probleme bereiten.
Vor kurzem haben wir noch unsere Späße über die Entstehung einer Weltwährung mit dem Namen "Uno" gemacht, nun scheint es für mich nur eine Frage der Zeit zu sein bis es ein weltweite einheitliche Währung geben wird.
Ich vermute, dass es sich bei einer Weltwährung nicht um Papier- und Hartgeld handeln wird. Alle Zahlungsvorgänge sind ja locker über einen Chip abzuwickeln. Unsere Bankkarten haben jetzt schon einen Chip für die Bargeldfunktion, der mir schon immer suspekt war.
Jesus will nicht, dass wir uns fürchten. Auch wenn ich mir sicher bin, dass sich weitere endzeitliche Prophetien erfüllen werden, soll unser Augenmerk zu allererst auf Jesus Christus liegen, der uns inneren Frieden schenken will: "Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht" (Lukas 21,28).